Benin

(C) Brian Kelley
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Der Name der Republik Benin hat schon eine lange Reise durch Afrika hinter sich. Man muss dabei aber zwischen dem Königreich Benin und der heutigen Republik Benin unterschieden. Gegründet wurde das Königreich Benin ca. 600 nach Christus. Geografisch reichte es vom Südwesten des heutigen Nigeria weit ins Kontinentsinnere hinein, teilweise bis zur Pazifikküste. Zur Kolonialzeit wurde es dann in Nigeria integriert und verlor seinen Namen. Die ehemalige Hauptstadt "Benin City" blieb aber bestehen und befindet sich seitdem skurrilerweise auf nigerianischem Territorium. Ein Versuch von Aufständischen, das Königreich nach der Kolonialzeit als "Republic of Benin" wiederzubeleben scheiterte bereits nach weniger als 2 Tagen.

Der Küstenabschnitt des Königreichs am Atlantik wurde jedoch schon damals "Bucht von Benin" genannt, dieser Name wurde 1975 für die heutige ebenfalls an die Bucht grenzende Republik Benin übernommen, obwohl sie geografisch recht weit von dem damaligen Königreich entfernt liegt. Durch die Republik Benin führt die road to south africa.

Das Staatsgebiet war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Namen "Königreich Dahomey" (oder auch "Dahomé") bekannt. 1892 wurde es von den Franzosen erobert und 1899-1960 Teil der Kolonie Französisch-Westafrika. Nachdem die besetzten Kolonialgebiete 1960 dann in die Unabhängigkeit entlassen wurden, wurde Dahomey in den ersten 9 Jahren von 12 verschiedenen Präsidenten regiert. Erst 1972 gab es eine gewisse politische Stabilität: Mathieu Kérékou hatte sich an die Macht geputscht und regierte er mit einer marxistisch-leninistischen Ausrichtung. Stark von der Sowjetunion unterstützt sollte in Benin das Afrikanische Kuba entstehen. Aufgrund des von Kérékou eingeführten Einparteienstaats regierte er 18 Jahre durchgehend. Der Mode der Zeit folgend wurde die Republik Dahomey im Dezember 1975 in „Volksrepublik Benin“ umbenannt, man orientierte sich dabei an der besagten angrenzenden Bucht.

1990 geriet die politische Stabilität dann durch die Auflösung des Ostblocks ins Wanken. Die Sowjetstaaten unterließen Hilfszahlungen und es kam zu Spannungen im Land. Kérékou gab daher die Ideologie des Marxismus-Leninismus auf und führte ein Mehrparteiensystem ein. Er wurde nach kurzer Amtspause wieder gewählt, durfte aber 2006 nach 2 Amtszeiten in Folge laut neuer Wahlrichtlinien nicht mehr antreten. Seitdem regiert Präsident Boni Yayi das Land aus Cotonou, der größten Stadt des Landes. Offizielle Hauptstadt ist jedoch die Küstenstadt Porto Novo. Diese erhielt ihren Namen von portugiesischen Seefahrern, die von dort afrikanische Sklaven nach Amerika verschifften.

(C) Shubert Ciencia
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Flagge Benin
(C) Wikipedia
(C) Joachim Huber
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Hinter den Lagunen der Küste steigt das Land zu einer fruchtbaren, intensiv landwirtschaftlich genutzten Ebene an, vorwiegend werden Mais, Sorghum, Maniok, Yamswurzel, Süßkartoffeln und Hülsenfrüchte angebaut. Im Landesinneren ist es dann das grenzübergreifende Dahomey-Gap zu finden, eine nahezu waldfreie Trockenzone, in der es wesentlich weniger Niederschlag gibt als in den umliegenden immergrünen Regenwäldern. Es gibt in Benin über 60 Ethnien, neben der Amtssprache Französisch werden noch ca. 53 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen.

Die meisten Spieler der beninischen Fußballnationalmannschaft verdienen in Frankreich ihr Geld, der wohl bekannteste ist Stéphane Sessègnon von Paris St.Germain. Nachdem sich das Team 2004 erstmalig für die Afrikameisterschaften qualifizieren konnte, war Benin auch 2008 und 2010 dabei. Allerdings kam man noch nicht über die Vorrunde hinaus, auch für eine WM-Teilnahme hat es noch nicht gereicht. Beim Afrika-Cup 2010 waren "Les Ecureuiles" (Die Eichhörnchen) in der Gruppe C mit dem späteren Afrikameister Ägypten und WM-Teilnehmer Nigeria chancenlos. Der beninische Fußballverband entließ nach Turnierende kurzerhand alle 23 Spieler und den Trainerstab.

Benin hat im Gegensatz zu seinen in Deutschland weiterstgehend unbekannten Spielern einen recht bekannten internationalen Schiedsrichter. Coffi Codjia war auch bei der Weltmeisterschaft in Deutschland im Einsatz und pfiff die Spiele Ecuador - Costa Rica sowie Saudi-Arabien - Spanien. Auch für die WM in Südafrika steht er auf der Liste der 5 Kandidaten des Afrikanischen Verbands.

Links:

Offizielle Regierungswebsite (französisch)

Offizielle Tourismuswebsite

Botschaft von Benin in Deutschland

Fußballverband von Benin (französisch)

Videos:

Ausschnitt aus der Dokumentation "Ça va Benin?"